Wir kümmern uns um die Versorgung psychisch erkrankter und schwer belasteter Geflüchteter

TAFF wurde 2014 entwickelt. Es entstand als Reaktion auf zahlreiche Studien und Rückmeldungen von Flüchtlings- und Integrationsberaterinnen. Diese wiesen auf eine hohe psychische Belastung bei Geflüchteten hin – gleichzeitig mangle es an einer geeigneten Versorgungsstruktur. Das TAFF-Konzept basiert auf einer umfassenden Analyse der psychosozialen und therapeutischen/medizinischen Versorgung von Geflüchteten und wird fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt.

Wie arbeitet TAFF?

Unsere Mitarbeitenden sind erste Anlaufstelle für Geflüchtete mit psychischen Problemen. Sie klären – in Zusammenarbeit mit Psychiater:innen – den Behandlungsbedarf und entscheiden dann über das weitere Vorgehen. In vielen Fällen hilft bereits die niedrigschwellige individuelle Beratung und Stabilisierung durch die TAFF-Berater:innen, damit es den Klient:innen besser geht.

Mehr über unsere Arbeit erfahren

Grundprinzipien von TAFF

  1. TAFF arbeitet vor Ort im Rahmen des Regelsystems: Dies folgt der Überzeugung, dass die Versorgung von Geflüchteten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die deshalb nicht ausschließlich an Spezialzentren delegiert werden soll.
  2. TAFF basiert auf einem flexiblen Konzept, das regionale Kompetenzen und Ressourcen gezielt nutzt und unterstützt.
  3. TAFF etabliert an den jeweiligen Standorten Kontakt- und Koordinierungsstellen. Kontaktstelle, weil sie erste Anlaufstelle für Geflüchtete sind und diese beraten und begleiten. Koordinierungsstelle, weil sie ein Netzwerk an wichtigen Partnern aufbauen und unterstützen. Die Kontakt- und Koordinierungsstellen bilden somit den Knotenpunkt der TAFF-Arbeit.
  4. TAFF arbeitet eng mit anderen fachlichen Zentren im Bereich der psychosozialen Versorgung Geflüchteter zusammen und ist Mitglied des Refugee Mental Care.networks. Diese Vernetzungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung der TAFF-Arbeit.

Die Verzahnung von Einzelberatung und Netzwerkarbeit

Erst bei weiterem Bedarf wird diese Einzelberatung ergänzt um niedrigschwellige Gruppenangebote oder auch eine Anbindung an andere Beratungsinstitutionen. Im Sinne des stepped care Ansatzes erfolgt die Beratung oder Behandlung nun also auf der nächsten Stufe. Hier gewinnt die Netzwerkarbeit und die Einbindung von Netzwerkpartner:innen vermehrt an Bedeutung.

Wer sind die Menschen hinter TAFF?